Information der Wasserversorgung der Einwohnergemeinde Kappelen zu den aktuellen Medienberichten über Chlorothalonil im Grundwasser

In den letzten Tagen berichteten die Medien ausführlich über die Problematik des Wirkstoffs Chlorothalonil, welcher auch im Kanton Bern und im Seeland im Grundwasser nachgewiesen wurde. Die Wasserversorgung Kappelen wurde heute in einem Gespräch mit den kantonalen Behörden ausführlich über die Situation informiert.
Das Wichtigste vorab: Für das Trinkwasser der Wasserversorgung Kappelen besteht keine akute Gefahr, es kann weiterhin ohne Bedenken genossen werden.

Ausgelöst wurde die Berichterstattung durch die Information des Bundes, dass für Chlorothalonil im Trinkwasser neu ein Höchstwert von 0.0000001 g/l festgelegt wurde.

Die Wasserversorgung Kappelen wurde durch diese Berichte überrascht, zumal der Höchstwert im Juli 2019 erst festgelegt wurde, die Wasserversorgungen hierüber nicht direkt informiert wurden und dieser Stoff erst seit 2018 im Rahmen des Grundwasser-Monitorings Seeland überhaupt beprobt wird.

Die wenigen, bis heute vorliegenden Untersuchungsergebnisse, welche die neuen Höchstwerte überschreiten, betreffen das Grundwasser. Das Leitungswasser wurde bis anhin noch nicht auf diese Stoffe untersucht, was die Wasserversorgung zusammen mit dem Kanton nun in den nächsten Wochen nachholen wird. Sollte sich da zeigen, dass der Stoff auch im Trinkwasser den Höchstwert überschreitet, werden Kanton und Wasserversorgung zusammen weitere Maßnahmen festlegen, um die Belastung zu reduzieren.

Denn auch wenn die festgestellte Konzentration im Grundwasser auch im Trinkwasser keine akute Gefahr darstellt: Dieser Wirkstoff gehört nicht ins Trinkwasser und es muss alles daran gesetzt werden, ihn von da weg zu bekommen.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter der entsprechenden Medieninformation des Kantons Bern und den Informationen des Kantonalen Laboratoriums Bern zu Chlorothalonil-Metaboliten im Trinkwasser .



Datum der Neuigkeit 16. Aug. 2019